News > Umweltpreis für Barabara Ehringhaus
Barbara Ehringhaus, Vizepräsidentin von Mountain Wilderness Schweiz, gewinnt den schweizer Umweltpreises "Trophée de femmes 2010"Barbara Ehringhaus engagiert sich seit ihrer Jugend aktiv für den Umweltschutz. Ihr Engagement ist vielfältig, ihre größte Leidenschaft gilt jedoch dem Mont-Blanc, der die drei Länder Frankreich, Schweiz und Italien um sich vereinigt. Als Mitbegründerin der im Jahr 1991 gegründeten internationalen, nicht-staatlichen Dachorganisation Pro Mont-Blanc setzt sie sich unter Beteiligung der lokalen Bevölkerung sowie der Alpen- und Umweltvereine für den Schutz des höchsten Berg Europas ein. Die Organisation ist inzwischen ein Dachverband mit über 35 Organisationen in drei Ländern, die drei Millionen Mitglieder vertreten. Barbara Ehringhaus kämpft mit Pro Mont-Blanc gegen die größten Bedrohungen des Mont-Blanc. Vor allem gegen die Übernutzung durch den Massentourismus, die Zerstörung der Bergwälder und der fragilen Hänge durch Straßen und Skipisten, den Zerfall der Berglandschaft und der entsprechenden Kulturlandschaften sowie die Luftverschmutzung durch den Schwerlaster-Verkehr. Barbara Ehringhaus Engagement besteht in erster Linie aus Überzeugungs- und Sensibilisierungsarbeit, Lobbyingaktivitäten, wissenschaftlicher Arbeit und praktischer Feldarbeit vor Ort. Ihr Einsatz findet auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene in verschiedenen Ländern statt.
Die Schweizerin setzt sich besonders für eine Anerkennung des Mont-Blanc-Massivs als trinationales Welterbe durch die UNESCO ein. „Bereits im Jahr 2003 rief ich eine Internationale Mont-Blanc-Konferenz ins Leben, um die potentielle Qualifikation für einen Welterbe-Status herauszuarbeiten“, erklärt Barbara Ehringhaus. Die daraus hervorgegangenen Konzepte der drei Länder vertritt sie bis dato gegenüber der UNESCO. Ein weiteres Projekt ist das „Thermomètre du Mont Blanc“, dessen Ziel es ist, den Status der Nachhaltigkeit in den 15 umliegenden Berggemeinden zu erheben. Einmal jährlich werden Daten zur sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Situation wie z.B. der Wasserqualität gesammelt, um die Gemeinden zu sensibilisieren und frühzeitig reagieren zu können. Der Arbeit von Barbara Ehringhaus ist es zu verdanken, dass trotz der sehr komplexen politischen trinationalen Situation dem nachhaltigen Schutz des Mont-Blanc-Massiv in den internationalen Foren ein größerer Bekanntheitsgrad beigemessen wird. Ihr bisher größter Erfolg ist, dass das Ziel des Welterbes in einem gemeinsamen nachhaltigen Entwicklungsplan der lokalen Politik der drei Länder aufgenommen wurde.
Letzte Aktualisierung
22:08:21 05.02.2010
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