Schwerpunkte > Schneekanonen und Lifterschließungen

In allen Alpenländern sprießen Schneekanonen wie die Pilze aus dem Boden. Auch in Bayern stehen die Behörden den lauten, energiefressenden Maschinen äußerst wohlwollend gegenüber. So kritisieren die GRÜNEN im Frühjahr 2006 in einer Interpellation an die Staatsregierung: »In einer Diplomarbeit wurden 62 Genehmigungsbescheide der Schneekanonen in Bayern untersucht. Kein einziger Bescheid hielt sich an die vom Umweltministerium zum Schutz alpiner Biotope herausgegebenen Richtlinien für die Genehmigung von Beschneiungsanlagen«. Die Antwort der Regierung wertet diese eigenen Richtlinien als »Optimierungsgebote und ermessenslenkende Vorschriften« ab. Auf gut deutsch: Jeder kann tun und lassen, was er will.

Insbesonders in Garmisch-Partenkirchen sind in Zusammenhang mit der Ski WM 2011 umfangreiche Baumaßnahmen genehmigt worden. Am Garmischer Hausbergwurden  neue Beschneiungsanlagen an der Drehmöser- und der Hornabfahrt gebaut werden. An der benachbarten Kandahar Abfahrt wurden  zehn Hektar Bergmischwald gefällt (entspricht etwa 14 Fußballfeldern) und somit die Piste erheblich verbreitert. Diese Rodungen an der Kandahar zum Teil unter Umgehung der gesetzlichen Regelungen statt: Indem der gesamte Hang in zwei verschiedene Genehmigungsbereiche aufgeteilt wurde, konnten die normalerweise gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Rodungs- und Beschneiungsflächen erhöht werden.

Wir protestierten im Frühjahr 2005 und im Winter 2009 gegen diese Maßnahmen.

2010 waren wir wegen einer geplanten Skischaukel am Riedberger Horn in den Allgäuer alpen aktiv. Auch dort fand unser anliegen, diesen einzigartigen Ski- und schneetourengipfel zu bewahren vor Ort eine überwältigende Unterstützung.