Die Berge schützen, damit wir sie wild erleben können

"Tausende von erschöpften, zivilisationsmüden Menschen beginnen zu entdecken, dass der Gang in die Berge einer Heimkehr gleicht. Sie begreifen, dass die wilde Natur lebensnotwendig ist und dass Naturparks und Reservate nicht nur Schlagholz und Wasser zum Bewässern liefern, sondern wahre Quellen des Lebens sind." (John Muir, Our National Parks, 1909)

 

Obgleich der Begründer des Nationalpark-Gedankens, John Muir, diese Worte vor mehr als 100 Jahren niedergeschrieben hat, steht deren Aktualität außer Frage. Diese Quellen des Lebens zu schützen, ist das Ziel von Mountain Wilderness! Unser Engagement gilt sowohl der Erhaltung intakter Natur als auch der Bewahrung einer lebendigen Gebirgskultur. 



Kundgebung unseres Bündnisses „Rettet die Berge“ am 16.6. in Oberstdorf

 

Am Dienstag, den 16. 6. 2026 werden wir zusammen mit dem breiten Bündnis „Rettet die Berge“ eine Ortsbegehung und eine Kundgebung zum Thema Drittes Modernisierungsgesetz der Bayerischen Staatsregierung und dessen konkrete Auswirkungen auf den Natur- und Alpenschutz durch die Baumaßnahmen am Scheidtobel“ durchführen.

Das Bündnis „Rettet die Berge“ ist ein Zusammenschluss der wichtigsten Oppositionsparteien und Umweltschutzverbände Bayerns. Am 16. Juni mit dabei ist auch der Spitzenbergsteiger Alexander Huber, der sich sowohl als Natura 2000 Botschafter, als auch als Garant von Mountain Wilderness Deutschland e.V. aktiv für den Schutz der Berge einsetzt.

 Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn ihr unsere Veranstaltung durch euer Kommen unterstützt. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

Ortsbegehung Scheidtobel: Treffpunkt 13 h Parkplatz Fellhornbahn (Buslinien 7 von Bhf. Oberstdorf) Auffahrt bis zur Mittelstation und Wanderung zum Scheidtobel (Gesamtzeit ca. 3 h). Die Ortsbegehung findet bei jedem Wetter statt. 

 

Noch wichtiger aber wäre eure Teilnahname an der Kundgebung in Oberstdorf: Ab 17 h am Bahnhofplatz Oberstdorf. Mit Redebeiträgen der Verbände, Parteien und von Alexander Huber. Für Musik ist auch gesorgt :-)

 

 


Keine Zerstörung der Feldringer Böden für unseren Energiehunger

Bereits vor sieben Jahren haben wir und die Bürgerinitiative Feldring uns erfolgreich gegen einen Zusammenschluss der Skigebiete Hochötz und Kühtai eingesetzt.

Ging es damals um die Errichtung von Seilbahnen mit ca. 20m hohen Liftmasten auf den Feldringer Böden, so ist jetzt auf dem Hochplateau ein Windpark mit acht Windrädern geplant, die zehnmal so hoch sind. Zudem sollen vier weitere am Amberg, teilweise in unmittelbarer Nähe zum idyllischen Amberger See (Brandsee) errichtet werden. Dort plant das Land Tirol schon seit einiger Zeit die Ausweisung eines Naturschutzgebietes – ein krasser Widerspruch zu den Projektplänen.

Als Umweltschutzorganisationen sind auch wir für eine möglichst schnelle Wende in der Energieerzeugung, weg von fossilen Brennstoffen, hin zu regenerativen Energien. Es darf aber im Einzelfall nicht sein, dass dem Energiehunger unserer Gesellschaft einzigartige Naturlandschaften geopfert werden.

Auf die Erzeugung von Strom bezogen, produziert Tirol bilanziell bereits über 100% seines Bedarfs aus Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse. Im Winter wird ein gewisser Anteil auch importiert. Der Überschuss ist dennoch deutlich. Nach Angaben der TIWAG werden 40% der Stromproduktion exportiert, überwiegend als besonders wertvoller Spitzenstrom nach Deutschland.

Die Region rund um Kühtai und Hochoetz hat schon wesentlich zur Energiewende beigetragen. Für drei Stauseen und zwei geflutete Seitentäler wurde bereits viel ursprüngliche Natur geopfert. Die lokale Bevölkerung ist sicher nicht bereit, ihre Rückzugs- und Erholungsgebiete für weitere Energieprojekte aufzugeben.

Deswegen setzten wir am Samstag, den 9. 5. mit einer Transparent-Aktion auf den Feldringer Böden ein Zeichen für den Erhalt dieser wunderbaren Naturlandschaft. Die Aktion fand im Rahmen des »Tag zum Schutz der Alpen« statt, den unser länderübergreifendes Netzwerk »Protect Alpine Nature« jedes Jahr Anfang Mai begeht.



Jetzt Petition unterschreiben - Rettet den Jägerkamp

Wir sprechen uns entschieden gegen den Bau der geplanten Straße von Aurach über die Benzingalm zur Jägerbauernalm aus!

Über mehr als 700 Höhenmeter würde eine bislang weitgehend unberührte, ruhige Naturlandschaft massiv beeinträchtigt. Dieses Gebiet ist ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie ein Ort der Erholung für Menschen, der durch den Straßenbau dauerhaft verändert würde.

Besonders kritisch sehen wir, dass im Zuge der Bauarbeiten und als sogenannte Kompensationsmaßnahme der Zugang für Fußgänger über Monate hinweg eingeschränkt oder vollständig gesperrt werden soll. Damit verlieren gerade diejenigen den Zugang, die diesen Naturraum achtsam und nachhaltig nutzen.

Wir fordern:

- den Verzicht auf den Bau der Straße zur Jägerbauernalm

- den dauerhaften Schutz dieses sensiblen Naturraums

- den Erhalt der freien Zugänglichkeit für Wanderer und Bergsteiger

 

Hier gehts zur Petition: Rettet den Jägerkamp


DARUM KÄMPFEN WIR FÜR DIE BERGE !

 Wir haben unsere aktiven Mitglieder gefragt, warum sie sich bei Mountain Wilderness Deutschland engagieren ...

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Die anhaltende technische Erschließung der Alpen betrifft leider nicht nur neue Skilifte, Speicherteiche oder Aussichtsplattformen. Wie kaum eine andere Bergsportart boomt das Klettersteiggehen...

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„Mega Flying Fox”, „Sky Glider” oder „Alpine Coaster” … die Erschließungswelle adrenalinsüchtiger Tourismusstrategen hat leider auch den Deutschen und Nordtiroler Alpenraum erreicht...

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Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten, und er kommt viel schneller als erwartet. In den Alpen macht sich die Erderwärmung besonders deutlich bemerkbar...

 


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Bergsportler sind zunächst einmal Motorsportler. Denn die überwältigende Mehrheit der Gipfelaspiranten reist mit dem eigenen PKW in die Alpen...

 

Rückbau zur Wildnis

Im gesamten Alpenraum sind zigtausende Gondelbahnen, Ski- und Sessellifte gebaut worden. Sofern sie in Betrieb sind, erfüllen sie zumindest ihre Funktion...

 

Kraftwerke

CO2 neutraler Strom ist ja grundsätzlich sehr wünschenswert. Doch wenn dieser mit einer unverhältnismäßigen Landschaftszerstörung erkauft wird, lehnen wir überdimensionierte Wasserkraftanlagen entschieden ab...



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