PRESSEMITTEILUNG: 07/2011

Widerstand gegen Seilbahnprojekt am Hohen Ifen

Tourismus am Abgrund - Keine Seilbahn über dem Schwarzwassertal

Unter diesem Motto demonstrierte Mountain Wilderness Deutschland am 2. Juli am Gipfel des Hohen Ifen. Zahlreiche Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen der Region Allgäu/Kleinwalsertal beteiligten sich an der sehr erfolgreichen Aktion. Die Kritik der Umweltschützer richtet sich vor allem gegen die Verbindungsbahn zwischen dem Hohen Ifen und dem Walmendingerhorn.

 

Die von den Kleinwalsertaler Bergbahnen (KBB) projektierte Panoramabahn würde das Landschaftsbild weithin sichtbar beeinträchtigten. Angesichts der hierfür notwendigen massiven Eingriffe klingen die von den Liftbetreibern vorgebrachten Beteuerungen, das Projekt im „Einklang mit der Natur“ durchführen zu wollen, wenig glaubhaft.

 

Auf Widerstand stößt die Idee einer talüberspannenden Gondel nicht zuletzt auch deshalb, weil naturnahe Bergsportarten wie das Wandern und Klettern am Ifen bereits seit Jahren aus Naturschutzgründen streng reglementiert sind. Die technische Erschließung dieser Region macht da nur allzu deutlich, dass das Maß mit dem hier gemessen wird, nicht etwa die Sorge um die Landschaft, sondern der zu erwartende Profit ist.
 

 

Mit einer Demonstration am Ifengipfel mit 50 Teilnehmern und einem Infostand in Oberstdorf setzten die Naturschutzverbände daher ein deutliches Zeichen gegen den fortschreitenden Ausverkauf der Bergwelt. Neben der Forderung von Mountain Wilderness, die Natur als Wert an sich zu schätzen und schützen, betonten die ebenfalls an der Demonstration beteiligten Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, es sei die Verantwortung eines jeden, respektvoll mit der Natur umzugehen und sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. 

 

Auch bei den vielen Wanderern sowohl am Hohen Ifen als auch in Oberstdorf stößt das Vorhaben der KBB auf Ablehnung und harsche Kritik. Einstimmig war hier zu vernehmen, dass der Reiz einer Urlaubsregion in einer weithin intakten Natur und nicht, wie es ein Gast aus Sachsen formulierte, im „Größenwahn“ der Liftbetreiber liege.

 

Besonders erfreulich für Mountain Wilderness Deutschlad war auch die Tatsache, dass sich die örtlichen Umweltverbände besonders herzlich für die Unterstützung durch eine überregionale Organisation bedankten.

 

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF downloaden.

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