Pressemitteilung: 12/2013

Bock des Jahres geht an die Alpspitz-bahn Nesselwang

Die Alpspitz-Bahn und der Bürgermeister von Nesselwang legten so zielsicher an, dass die Entscheidung darüber, wer den Bock des Jahres 2013 abgeschossen hat, nicht schwer fiel.

 

Immer zum Jahresende vergibt die Umweltschutzorganisation Mountain Wilderness Deutschland e.V. den Anti-Umweltpreis Bock des Jahres an denjenigen, der die größte Umweltverschandelung im deutschen Alpenraum begangen hat.

 

Den „Umweltsünder-Oscar“, bekommt man freilich nicht für ein achtlos weggeworfenes Kaugummi Papier. Nein, da sollten schon einige Kubikmeter Berg bewegt und einiges Gehölz gerodet worden sein – oder ein Satz bei einem Fernsehinterview das Maß voll machen.

 

Mit dem Bau des sogenannten Alpspitzkick (einer 1,2 km langen Seilrutsche) oberhalb von Nesselwang im Sommer 2013 hat Alpspitz-Bahn nicht nur die Bergnatur stark in Mitleidenschaft gezogen.Durch dieses oktoberfestartige Fahrgeschäft schufen die Verantwortlichen ein weiteres, trauriges Beispiel dafür, wie die Bergwelt zum Funpark degradiert wird.Dies kam auch in einem BR-Fernsehinterview zum Ausdruck, in dem der Nesselwanger Bürgermeister Erhart sich dahingehend äußerte, dass die Bergnatur als solche einfach nicht mehr ausreicht.

 

Bei der Preisübergabe im Nesselwanger Rathaus, bei der die Überbringer zwischenzeitlich fast desselben verwiesen wurden, reagierte Herr Erhart mit dem Satz „Die Woche fängt ja gut an!“

 

Die Pressemitteilung mit dem kompletten offenen Brief können Sie hier als PDF downloaden.

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